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Eine außergewöhnliche jüdische Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts

5. Oktober - 19:00

Am Montag, 5. Oktober ist Frau Monika Jalili aus Montpellier (Frankreich) im Bildhäuser Hof zu Gast. Sie berichtet vom Schicksal Ihres Vaters, der 1944 auf eine außergewöhnliche Weise dem KZ und der drohenden Ermordung entkam.

Monikas Vater wurde im Alter von 10 Jahren aus den Niederlanden, wohin die Familie aus Deutschland emigriert war, in das Konzentrationslager Bergen-Belsen verschleppt. 1944 aber kam er mit Eltern und Schwester durch einen besonderen Gefangenenaustausch frei und nach Palästina: 222 Häftlinge wurden gegen deutsche „Templer“, Mitglieder einer pietistischen christlichen Gemeinschaft, die dort von den Briten interniert worden waren, ausgetauscht.

Der Name ihres Vaters: Walter Bergenthal. Er war der Enkel von Gerson Bergenthal, der von 1879 – 1917 jüdischer Lehrer in Neustadt und Münnerstadt war. Er ist, ebenso wie seine Frau Ernestine, auf dem Bad Neustädter Jüdischen Friedhof beerdigt.

Monika Jalili ist eine amerikanisch-niederländisch Sängerin, spezialisiert auf persische Lieder. Sie wird in ihrer Präsentation auch auf den historischen Hintergrund und das Leben in den Lagern Westerbork und Bergen-Belsen eingehen. Außerdem auf ihre Familiengeschichte, einschließlich des jüdischen Lebens in Deutschland um 1900 und auch auf die Auswirkungen von Traumata der Überlebenden auf die nachfolgenden Generationen.  Insgesamt also eine außergewöhnliche  historische und menschliche Perspektive auf unsere jüngere Geschichte.

Die Präsentation bietet auch die Gelegenheit für Fragen und Antworten. Sie ist in englischer Sprache, es stehen aber Sprachmittler zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.