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VORTRAG „WAS HEIßT HIER „ORIGINAL“?“ 

3. April - 17:00 - 18:30

Dr. Claudia Lichte, ehemalige Leiterin des Museums für Franken in Würzburg, widmet sich in ihrem Vortrag „Was heißt hier „original“?“ der Geschichte des Münnerstädter Magdalenen-Altars. Für diese Bildwerke erhielt der Würzburger Bildhauer Tilman Riemenschneider 1490 den Auftrag. Schon 1504 wurde ihr Erscheinungsbild durch eine von Veit Stoß vorgenommene Bemalung entscheidend verändert. 1649 bis 1653 wurde das Altarwerk abgebrochen und ein barockes aufgestellt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche dann erneut im Stil der Gotik eingerichtet. Eine eingehende Kirchenrestaurierung erfolgte 1970 bis 1979. 1981 wurde die Rekonstruktion des „Riemenschneider“-Magdalenen-Altars abgeschlossen. Lothar Bühner schnitzte hierfür die nicht mehr in Münnerstadt befindlichen und die im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangenen Bildwerke neu. Aktuell wird wieder restauriert…

Der Münnerstädter Altar ist ein eindringliches Beispiel für den unterschiedlichen Umgang mit überlieferter Kunst in wechselnden Zeiten.

Die Frage nach dem Original ist nicht zu beantworten. Der Münnerstädter Altar ist original Riemenschneider, original Stoß und auch original Bühner.